Brandenburgs Infrastrukturminister Robert
Crumbach unterstützt diesen Schritt ausdrücklich und fordert: Konsequenterweise
muss Alkohol auch in den Zügen selbst tabu sein.
Infrastrukturminister Robert Crumbach:
„Ich bin dafür, dass wir einen klaren Schnitt machen: Kein Alkohol an den Bahnhöfen und kein
Alkohol in den Zügen. Punkt. Wer reisen will, soll sicher und in Ruhe reisen können – ohne dass
neben ihm jemand mit der Bierflasche schwankt oder andere anpöbelt.
Die Deutsche Bahn geht mit dem Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen einen wichtigen Schritt,
den ich ausdrücklich unterstütze. Ich sage aber auch: Der nächste logische Schritt ist, den
Alkoholkonsum im öffentlichen Nahverkehr insgesamt zu untersagen – in Regionalzügen,
S-Bahnen und Bussen. Wir wissen aus Erfahrung, dass viele Übergriffe auf Zugbegleiterinnen und
Zugbegleiter und ein Großteil der Stress-Situationen im Zug unter Alkoholeinfluss passieren.
Wer unbedingt trinken will, kann das zu Hause oder in der Kneipe tun. Bahn und Bus sind dafür
der falsche Ort. Wenn wir den Alkohol aus Bahnhöfen und Zügen rausnehmen, sorgen wir
automatisch für weniger Eskalationen, weniger Beschimpfungen, weniger Gewalt – und am Ende
auch für mehr Sicherheit, gerade für Frauen, die abends oder nachts unterwegs sind.
Natürlich brauchen wir zusätzlich Sicherheitskräfte, Bodycams und konsequente Strafverfolgung – das eine ersetzt das andere nicht. Aber ohne ein klares Alkoholverbot bleiben wir immer in der
Rolle, hinterher aufzuräumen, statt Probleme an der Wurzel zu packen. Ich möchte, dass
Zugbegleiterinnen, Zugbegleiter und Fahrgäste sagen können: In unseren Zügen und an unseren
Bahnhöfen ist Alkohol kein Thema mehr – und genau so fühlt es sich auch an.“
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