Richtfest für Teltower Grace-Hopper-Gesamtschule
Der Neubau der Teltower Grace-Hopper-Gesamtschule schreitet voran. Am Donnerstag wurde auf der Baustelle in der Mahlower Straße das Richtfest gefeiert. Schon ab 2022 sollen hier 870 Schüler unterrichtet werden.
Das Schulgebäude ist deutschlandweit wohl einzigartig: In der Mahlower Straße in Teltow sind seit dem Spatenstich 2020 drei Etagen in Form eines fünfstrahligen Sterns emporgewachsen. Damit nimmt das mit ca. 40 Millionen Euro größte Investitionsvorhaben des Landkreises Potsdam-Mittelmark Gestalt an. In vier- bis fünfzügigen Klassen mit einer gymnasialen Oberstufe werden bereits ab dem Schuljahr 2022/23 bis zu 870 Schülerinnen und Schüler von 62 Lehrkräften in 29 Klassen unterrichtet.

„Dieses Projekt ist innovativ und ganz anders als alles andere, was bisher in der Bildungslandschaft gemacht wurde“, freute sich Schulleiter Alexander Otto. Dies passe zu einem der prägendsten, frei übersetzten Zitate der Namenspatronin Grace Hopper: „Einer der schlimmsten Sätze der Menschheitsgeschichte ist: ,Das haben wir schon immer so gemacht.´“ Die 1992 mit 85 Jahren verstorbene Grace Hopper war eine der ersten bedeutendsten Informatikerinnen und Computerpionierinnen in den USA. Derzeit befindet sich die Schule an ihrem provisorischen Standort in der Albert-Wiebach-Straße.

Der Landrat des Kreises Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, unterstrich, dass sich die Bauarbeiten im Zeitplan befänden: „Das ist nicht selbstverständlich für ein Projekt dieser Größenordnung. Damit beweisen wir jedem, der sagt, man könne in Deutschland keine Großprojekte umsetzen, das Gegenteil.“ Zudem sei der Neubau besonders nachhaltig: Auf eine energieintensive Klimatisierung werde verzichtet; stattdessen werde die Schule über einen Sonnenschutz verfügen. Hinzu komme eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Sporthalle. „Wir sind im Zeitplan, weil wir eine exzellente Baufirma haben.“

Martin Kranich vom Architekturbüro Numrich Albrecht Klumpp fasste den Bau in seiner Ansprache in begreifbare Dimensionen: „Was sie hier sehen, ist die Ladung aus 1000 Betonmischern. Außerdem werden 350 Türen verbaut, und die Maler werden 20.000 Quadratmeter Wände streichen müssen.“ Eine besondere Herausforderung sei die Ausarbeitung eines raumakustischen Konzeptes gewesen. „Sie alle kennen Schulen von innen und können sich vorstellen, dass das eine knifflige Aufgabe war.“

Die Schule wird neben Räumen für 29 Klassen eine Aule mit einer Bühne für darstellende Kunst, eine großräumige Mensa, eine Cafeteria sowie eine Lehrküche umfassen. Hinzu kommen zwei Brennöfen für Ton- und Glasarbeiten sowie drei Lasercutter, die in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut geplant und installiert werden. ph

Fotos: Philipp Hochbaum