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Autorenlesung – Holger Mahlich

Am 26. März um 19:00 Uhr liest Holger Mahlich aus seinem Buch „Der Unpolitische. Wolfgang Liebeneiner im Dritten Reich“ im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow.

Die Geschichte Wolfgang Liebeneiners in der NS-Zeit, ist die Geschichte eines Künstlers, der sich den gesellschaftlichen Verhältnissen, die er nicht erstrebt hat, anpasst. Die meisten Künstler in dieser Zeit hielten sich für unpolitisch. „Politik ist ein schmutziges Geschäft“, war die tiefe Überzeugung vieler und damit wollte man möglichst wenig zu tun haben. Die tragische Konsequenz dieser Haltung, führte die meisten in eine mehr oder weniger tiefe Verstrickung mit diesem Regime. So erging es auch Wolfgang Liebeneiner.


„Ich bin in der DDR aufgewachsen und habe lange in Kleinmachnow gelebt. Wir sagten damals: Kleinmachnow ist kein Ort, sondern eine Weltanschauung. Das war sicher ein wenig „selbsterhöhend“, basierte aber auf einer relativ hohen Dichte von Künstlern, Wissenschaftlern, Journalisten – sogenannten „Intelligenzlern“. Diese Schicht – Klassen waren ja weitgehend überwunden – war in der Regel privilegiert. Auch ich  gehörte als Schauspieler zu dieser Schicht, was eine allzu offene Gegnerschaft – wollte man diesen privilegierten Status nicht aufs Spiel setzen – ausschloss. Mein innerer Zwiespalt zwischen Überzeugung und Anpassung war der entscheidende Impuls für die Beschäftigung mit dem Weg Wolfgang Liebeneiners im „Dritten Reich“.“ (Holger Mahlich).

Fotos: Gemeinde Kleinmachnow