Teltow startet Mauerbau-Gedenken mit Filmabend
Dieses Jahr reist die „Zeitschnitt“-Reihe bereits zum zehnten Mal durch das Land Brandenburg und ist am 10. August im Stubenrauchsaal im Teltower Rathaus zu Gast.
Am Dienstag, 10. August, um 18:30 Uhr wird in Teltower Rathaus der DEFA-Spielfilm „Septemberliebe“ gezeigt. Die Filmreihe „Zeitschnitt“ startet dieses Jahr unter dem Motto „Grenzen und Freiheit“ und ist ein Veranstaltungsformat der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam.
Thematisch geht die diesjährige „Zeitschnitt“-Reihe auf den 13. August 1961 ein: 2021 jähren sich der Mauerbau in Berlin und die militärische Befestigung der innerdeutschen „Grünen Grenze“ zum 60. Mal. Dieses im Wortsinne einschneidende Ereignis des Kalten Kriegs prägte fast 30 Jahre lang das bipolare Weltbild inmitten Europas. Erst infolge der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 konnten die damit verbundenen Trennungen von Familien und Landschaften sowie die Teilung der Stadt Berlin überwunden werden. Deutschland beendete 50 Jahre nach dem von den Nationalsozialisten entfachten Weltkrieg die eigene Zweistaatlichkeit und wurde gleichzeitig zum Impulsgeber der europäischen Einigung.
Die Filmreihe wird dieses historisch einzigartige Geschehen mit Filmen nachzeichnen – mal dokumentarisch, mal fiktional, mal ernst, mal heiter, mal aus unmittelbaren und dann wieder aus rückblickenden Perspektiven.
Die Einführung in die Veranstaltung erfolgt jeweils durch den Filmhistoriker und -kurator Claus Löser. Im Anschluss an die Vorführung gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Termine der „Zeitschnitt“-Reihe sind unter www.aufarbeitung.brandenburg.de abrufbar.
In dem in der DDR produzierten Spielfilm „Septemberliebe“ (1961, 78 Minuten, Altersempfehlung 14 Jahre) sieht sich ein junger Ingenieur in seiner Karriere gebremst und lässt sich von seinem West-Berliner Onkel zu Geheimnisverrat und „Republikflucht“ überreden. Seine Verlobte kommt dem Komplott auf die Spur und wendet sich vertrauensvoll an die Sicherheitsorgane. Der Streifen ist einer der wenigen DEFA-Spielfilme, in denen das Ministerium für Staatssicherheit als Akteur nach innen dargestellt wird. Dabei geht es um nichts Geringeres als um die Ermunterung zur Denunziation. Die Regie führte Kurt Maetzig; zu sehen sind unter anderem Doris Abeßer, Ulrich Thein und Annekathrin Bürger.
Der Einlass erfolgt ab 18 Uhr; Spielort ist der Stubenrauchsaal im Neuen Rathaus, Marktplatz 1-3, 14513 Teltow. Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Sitzplätze begrenzt. Eine Anmeldung im Vorfeld ist notwendig bei Herrn Pagels unter 03328/4781-245 oder d.pagels@teltow.de. PM
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