GeschichteGeschichteTeltow

Teltow organisiert Gedenkfeier zum Mauerbau vor 62 Jahren

Am Sonntag, den 13. August jährt sich der Bau der Mauer in und um Berlin zum 62. Mal. Gastgeber der diesjährigen Gedenkfeierlichkeiten ist die Stadt Teltow.

Anlässlich des 62. Jahrestages des Mauerbaus gedenken der Landtag Brandenburg, die Landesregierung, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und als diesjähriger Gastgeber die Stadt Teltow gemeinsam der Opfer der deutschen Teilung und des DDR-Grenzregimes. Die öffentliche Veranstaltung mit anschließender Kranzniederlegung findet am Sonntag um 16.30 Uhr im Rathaus Teltow statt.

Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die Gedenkrede hält Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke. Weitere Redner sind der Bürgermeister der Stadt Teltow, Thomas Schmidt. Anschließend wird der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, bei einem gemeinsamen Spaziergang die Gedenksteine für die Maueropfer Peter Mädler und Karl-Heinz Kube besuchen, die 1963 bzw. 1966 bei Fluchtversuchen am Teltowkanal erschossen wurden. Auch Geschwister von Kube, der als 17-Jähriger an der deutsch-deutschen Grenze starb, wollen nach Angaben der Stadt an der Gedenkveranstaltung in Teltow teilnehmen.

Während der Veranstaltung wird ein Kurzfilm mit Interviews von Zeitzeuginnen aus Teltow gezeigt und ein Text über das Schicksal von Karl-Heinz Kube verlesen. Die musikalische Gestaltung der Gedenkveranstaltung übernimmt der Pianist Hagen Grahlow.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 gab Walter Ulbricht, Staatsratsvorsitzender der DDR, Parteichef der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, den Befehl zur Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin. In Absprache mit der Sowjetunion wurde damit das letzte Schlupfloch zur Flucht aus der SED-Diktatur geschlossen. Die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin hatte eine Länge von 43,1 Kilometern.  Weit über 100.000 Bürgerinnen und Bürger der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988, über die innerdeutsche Grenze oder die Berliner Mauer zu fliehen. Mindestens 260 Menschen wurden von DDR-Grenzsoldaten erschossen oder starben bei Fluchtversuchen. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Bau fiel die Mauer am 9. November 1989.

Foto:Pixabay.com