Sebastian Rüter: Teltow soll eine Stadt für alle sein
Alle zwei Jahre wählt die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Teltow einen neuen Vorstand. Im November hat Sebastian Rüter das Amt des Vorsitzenden von Sören Kosanke übernommen, der nicht mehr zur Wahl antrat, aber als Beisitzer weiterhin aktiv bleibt. Unbekannt ist Rüter die Arbeit nicht. Der 41-Jährige war bereits Kosankes Stellvertreter. Ihn selbst vertreten die Stadtverordneten Michael Schmelz und Christine Hochmuth.
Interessante Mischung aus Jung und Alt
126 Mitglieder des Ortsvereins setzen sich für die unterschiedlichsten politischen Belange der Stadt ein. Rüter lebt seit acht Jahren im Mühlendorf, engagiert sich seitdem im Ortsverein. Politisch aktiv ist er bereits seit seiner Jugend, mit 16 trat der gebürtige Braunschweiger in die SPD ein. „Ich hatte ein sehr engagiertes Elternhaus. Da war das von Anfang an klar.“ Am Ortsverein in Teltow schätzt er die „interessante Mischung aus Jung und Alt“, aus Teltowern und Zugezogenen.
Seit Januar seien elf neue Mitglieder hinzugekommen, darunter auch viele junge Menschen. Die Geschlechterquote sei mit 60 zu 40 Prozent auch recht ausgeglichen. Außerdem habe man viele Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen zusammen. „Das ist wichtig, um Probleme auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können“, so Rüter.
Wohnungen und Verkehr: Für viele Teltower ein Thema
Einmal alle zwei Monate trifft sich der Ortsverein im Bürgerbüro in der Potsdamer Straße. Bei den Sitzungen diskutieren die Vereinsmitglieder alles, was für sie politisch relevant ist. Der Ortsverein versucht, Projekte umzusetzen und bringt sie über die acht SPD-Stadtverordneten als Anträge in die Ausschüsse und in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die Teltower bewegen viele Themen, ein wichtiges ist und bleibt die Verbesserung der Verbindung nach Berlin und Potsdam, wo viele Teltower arbeiten. Für Rüter ein doppeltes Herzensthema. Der zweifache Vater ist selbst Pendler, als brandenburgischer Landesvorsitzender der Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft kennt er sich mit dem Thema auch fachlich aus. Die Frage, ob eher S-Bahn-Verlängerung oder Stammbahn stelle sich für ihn nicht, beide seien gleich wichtig. „Ich denke schon, dass wir da weiter kommen. Auch das Busangebot muss größer und die Takte verkürzt werden.“
Weitere Themen seien der Wohnungsneubau und somit der Erhalt der sozialen Mischung im Ort. „Auch die Erzieherin muss sich eine Wohnung leisten können. Teltow muss eine Stadt für alle sein. Gleichzeitig können wir aber auch nicht alles zubauen, damit die grünen Ecken erhalten bleiben bleiben.“ Es gäbe aber bereits einige Erfolgsprojekte in der Stadt. Da sei der Kita-Eigenbetrieb mit dem Philantow oder dem JTT. „Das haben andere Städte so nicht, darauf können wir stolz sein“, findet Rüter.
Text: neb / Bild: Verlag